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Holz ist heute ein begehrter Rohstoff. Vor allem die Edelhölzer, von denen es ohnehin nur begrenzte Mengen im Verkauf gibt, bieten eine gute Investitionsmöglichkeit. Mehrere Wirtschaftszweige sind vom nachwachsenden Rohstoff “Holz” abhängig. Auch der Verbraucher besinnt sich aus Umweltgründen immer mehr auf diesen Natur-Baustoff oder füttert eine moderne Pelletheizung mit Holz. In den USA haben sich Holzhäuser als normale Bauform schon vor langer Zeit etabliert. Holz ist kostengünstiger als jeder andere Baustoff.

Da die weltweite Nachfrage nach Holz weiter steigen wird, sind Bauminvestments an sich eine gute Kapitalanlage. Möglich ist der Kauf von Aktien oder Fonds von Holzverarbeitern. Diese können allerdings auf lange Sicht starken Kursschwankungen unterliegen. Daher gelten im Allgemeinen für Kleinanleger direkte Bauminvestments als die sichere Alternative. Investments in einzelne Bäume oder Waldabschnitte gelten als krisensicher und werden als währungsstabil beworben. Soweit, so gut. Der Knackpunkt bei den Bauminvestments sind die unrealistisch hohen Renditen.

Wo immer attraktive Erträge locken, sind kriminelle Machenschaften an der Tagesordnung. Unter die seriösen Anbieter von Bauminvestments mischen sich auch solche, die ihre eigene Gewinnmarge im Auge haben und mit luftigen Versprechen Kleinanleger locken. Sie bieten Investitionen in die schnell heranwachsenden Paulownia-Bäume an. Die relativ schnell wachsenden baumlangen Edelholz-Lieferanten werden im In- und Ausland auf Plantagen gezogen. Sie benötigen ca 12 Jahre, um gefällt werden zu können. Finanzielle Ausfälle sind behauptetermaßen bei Pawlowina Holz kaum zu erwarten. Das klingt verlockend. Zudem sind die eventuell eintretenden Ausfälle versichert. Das beruhigt die Anleger. Rendite-Versprechen von 12-15 Prozent bei einer Einlage von 5.000 Euro in Pawlowina Holz klingen für viele Kleinanleger geradezu traumhaft. Un schon ist der Vertrag unterschrieben. Der Anleger hat ein gutes Gefühl bei der Sache. Das böse Erwachen erfolgt oft erst Jahre später.