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Welcher Anbieter im Holzinvestment seriös ist und wer nur so tut, ist schwer zu unterscheiden. Unlauteres Verhalten und schön gerechnete Risiken werden von unseriösen Anbietern in der Regel klug kaschiert. Ein guter Hinweis ist das Rendite-Versprechen. Je höher die versprochene Rendite ausfällt, desto vorsichtiger sollte ein Kleinanleger werden. Wo nicht deutlich auf die möglichen Anlagerisiken hingewiesen wird, sollte niemand investieren. Wichtig ist: Es gibt bei Direktanlagen keinen Anlegerschutz. Die Finanzaufsicht ist bei dieser Anlageform nicht involviert.

Interessant ist auch: Bei intensiven Recherchen im Netz entdeckte schon so mancher zweifelnde Investor, dass einige Mitarbeiter von bankrott gegangenen Anbietern unter neuem Namen weiter als Abzocker mit Bauminvestments tätig sind. Das verheißt nichts Gutes. Seriös ist beispielsweise, wer einen Geschäftsbericht mit stimmigen Gewinn-und-Verlust-Rechnung veröffentlicht. Transparente Angaben über die Verwendung des investierten Kapitals sind vertrauenerweckend.

Geklärt werden sollte auch die Haftungsfrage im Fall von Verlusten. Ratings, die die Bonität eines Holz-Investment-Anbieters bewerten, sind mit einiger Vorsicht zu betrachten. Sie beurteilen nämlich nur das Zahlungsverhalten der Vergangenheit. In naher Zukunft kann es damit aber ganz anders aussehen. Zudem können Gütesiegel oder positive Ratings heutzutage auch käuflich erworben werden. Es gibt genügend Manipulationsmöglichkeiten, um Verbraucher an der Nase herumzuführen. Grundsätzlich gilt: Direkt-Investments in Holz sind – da sie ohne Anlegerschutz getätigt werden und oft mit zweifelhaften Bedingungen verknüpft sind – für Kleinanleger hochriskant. Einige wenige Ausnahmen bestätigen diese Grundregel.